Das Opfer einer Straftat kann in einer Reihe von Fällen seine Rechte als Nebenkläger wahrnehmen. Bei bestimmten Delikten wie z. B. der Vergewaltigung, bei diversen Körperverletzungsdelikten, der Nachstellung, Freiheitsdelikte oder aber auch Tötungsdelikten steht dem Verletzten der Tat das Recht der Nebenklage zu, wenn der Beschuldigte zur Tatzeit mindestens 18 Jahre alt war. Als Nebenkläger können Sie Einfluss auf das Verfahren gegen den Beschuldigten nehmen. So haben Sie z. B. das Recht

  • Auskünfte und Abschriften aus den Akten zu erhalten
  • Bei der gesamten Gerichtsverhandlung anwesend zu sein
  • Fragen und Anträge zu stellen sowie Erklärungen abzugeben
  • Rechtsmittel einzulegen, z. B. wenn der Angeklagte Ihrer Auffassung nach zu Unrecht freigesprochen worden ist

Die Wahrnehmung dieser Rechte ist für Schadensersatz- oder Schmerzensgeldansprüche von Bedeutung. Diese können ggf. durch ein sogenanntes Adhäsionsverfahren bereits im Strafverfahren geltend gemacht werden.