Als Beschuldigter in einem Strafverfahren findet der erst Kontakt zumeist mit der Polizei statt. Die Polizei kann Sie zu einem Vernehmungstermin vorladen oder Ihnen auch die Möglichkeit geben sich schriftlich zu den gegen Sie erhobenen Vorwürfen zu äußern.

Wichtig ist, dass Sie keinerlei Angaben zur Sache machen. Dies kann in einem späteren Gerichtsverfahren nicht gegen Sie verwendet werden. Teilweises Schweigen kann jedoch in den folgenden Verfahrensabschnitten negative Auswirkungen haben und sich auf die Beweiswürdigung des Gerichtes auswirken.

Überdies Sie sind überhaupt nicht dazu verpflichtet, einer polizeilichen Vorladung nachzukommen. Sie müssten im Grunde nicht mal den anberaumten Vernehmungstermin bei der Polizei absagen.

Bitte bedenken Sie, falls Sie den vorgeschlagenen Termin wahrnehmen, dass die Polizeibeamten darauf geschult sind, Ihnen wichtige Informationen zu entlocken. Die Polizei geht vom Vorliegen einer bestimmten Straftat aus und sucht hierfür nach Anhaltspunkten. Im Zweifel wird man Ihrer entlastenden Aussage nicht wirklich Glauben schenken.

Alles was Sie sagen wird im Nachhinein protokolliert, wobei Sie keinerlei Einfluss darauf haben, wie etwas was Sie gesagt haben aufgeschrieben wird. Angaben, welche im polizeilichen Protokoll festgehalten wurden und die Sie so vielleicht gar nicht machen wollten, können im weiteren Verlauf des Verfahrens nicht mehr revidiert und Ihnen zum Nachteil ausgelegt werden.

Nach § 137 StPO steht Ihnen das Recht zu, sich in jeder Lage des Verfahrens der Hilfe eines Rechtsanwaltes als Verteidiger zu bedienen.

Haben Sie weitere Fragen oder benötigen Sie die Hilfe eines hochspezialisierten Verteidigers, so vereinbaren Sie gerne einen Termin unter den oben angegebenen Kontaktdaten. Im Falle einer Notsituation sind wir rund um die Uhr erreichbar!